Carl Zeiss AG – Optik

Keine anderen Namen sind in Thüringen so präsent, wie der aus dem nahen Weimar stammenden Mechaniker-Meisters Carl Zeiss und der des Jenenser Physiker Ernst Abbe. Das weltweit tätige Unternehmen prägte die Region durch seine Forschungen an Glastechniken zur Herstellung von Vergrösserungsoptik wie Brillen, Mikroskopen, Feldstecher sowie fotografischen Techniken.

Die Firma hinterlässt nach einer Besichtigung einen verantwortungsvollen Eindruck. Dies vor allem aufgrund der Carl-Zeiss-Stiftung, deren Ziele seit jeher tief soziale sind und bis heute in ausgeprägtem Masse umgesetzt werden. So gab es bei Carl Zeiss schon vor weit über hundert Jahren geregelte Arbeitszeiten. Diese Menschennähe und familiäre Atmosphäre rettete die Firma auch aus der tiefsten Krise.
Nach der Wiedervereinigung war es ein schwieriges Unterfangen diese Werte glaubhaft aufrecht zu erhalten. Aus wirtschaftlichen Gründen kam es zu Massenentlassungen. Carl-Zeiss war Ost und West gespalten. Beide Unternehmensflügel konkurrierten nach der Wende. Das östliche Zeiss-Kombinat umfasste 25 Betriebe und bot in Hochzeiten der 80er Jahre bis zu 70 000 Menschen Beschäftigung.
Im Württembergischen Oberkochen, wo sich heute der Firmenhauptsitz befindet, konzentrierte man sich bis 1990 auf die Entwicklung von Optikprodukten für die Fotografie.
Das kleine Museum auf dem Firmengelände bietet einen Überblick über die Errungenschaften und neusten Produkte der Carl Zeiss AG.

Dank des verantwortungsvollen Umgangs beschäftigt Carl Zeiss heute wieder fast 25 000 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 4,51 Milliarden Euro.
Die Entwicklungen seit der Entstehung der optischen Werkstätte, die Unterschiede während des kalten Krieges und die erfolgreiche Wiedervereinigung des Unternehmens können im optischen Museum über vier Stockwerke besichtigt werden. Wer frühzeitig eine Führung bucht, kann die historischen Werkzeuge auch in Betrieb nehmen. Denn in den Kellerräumen befindet sich ein Nachbau der ersten Zeiss-Werkstätte mit alten Geräten, wobei Besuchern auch einen Einblick in die damaligen Arbeitsbedingungen gegeben wird und geschichtliche Aspekte der Entwicklung der Optik in allen Bereichen (Astronomie, Fotographie, Brille, Herstellung) erläutert werden.

http://www.zeiss.de
http://www.optischesmuseum.de

 

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